Der Kreuzstein
 

   

Der Kreuzstein

1980; 18 x 24 cm

Allegorie: Die Trauer.

Die trauernde Gestalt sucht Trost in der Natur, aber das
verdorrte Gras, der laublose Baum und die Burgruine
(Burg Reußenstein bei Wiesensteig) vermögen keinen Trost
zu spenden. So läßt sie sich beim Kreuzstein niederfallen;
Gott bleibt ihre einzige Hoffnung.

Anregung für den Stein: Das Gedicht von Hermann Löns
“Der Kreuzstein”.

Es steht ein Stein am Wege,
ein alter grauer Stein,
es grub in ihn der Steinmetz
Kreuz und Beil hinein.

Als Untatsangedenken
er dort am Wege steht,
so meldet die Bauernkunde,
die von dem Steine geht.

                               Keiner wurde vergessen,
                               jedem ward sein Teil;
                               ein Kreuz bekam der eine,
                               der andere das Beil.