Die Träne

 

Die Träne

1987; 30 x 40 cm

Allegorie: Die Trauer um Jerusalem.

Die Kirche “Dominus flevit” in Jerusalem erhielt die
Gestalt einer Träne, weil Jesus an dieser Stelle weinte.

Die menschliche Gestalt personifiziert alle, die ob des
Schicksals Jerusalems getrauert und geweint haben.

Jerusalem ist in Anbetracht seiner Geschichte selbst
eine einzige Träne.

Anregungen:
Die Kirche “Dominus flevit” am Ölberg in Jerusalem
und die Bibelstellen
2 Samuel 15, 30 (David flieht weinend den Ölberg hinauf);
Klagelieder 3, 48-51 (Die Juden weinen über den Verlust
Jerusalems);
Lukas 19, 41-44 (Klage Jesu über Jerusalem):
Als er näherkam und die Stadt erblickte, weinte er über
sie und sprach: “Wenn doch an diesem Tag auch du es
erkenntest, was zum Frieden dient! Nun aber ist es
verborgen vor deinen Augen! Denn es werden Tage über
dich kommen, da deine Feinde einen Wall um dich aufwerfen
und dich einschließen und bedrängen werden von allen
Seiten. Sie werden dich niedermachen und deine Kinder in
dir und nicht Stein auf Stein in dir lassen, weil du die Zeit
deiner Heimsuchung nicht erkannt hast.“
Lukas 23, 27, 28 (Jesus auf dem Kreuzweg):
Es begleitete ihn auch eine große Menge Volkes und
Frauen, die ihn beklagten und beweinten. Jesus
wandte sich zu ihnen und sprach: “Ihr Töchter
Jerusalems, weint nicht über mich; doch weint über
euch selbst und über eure Kinder!“
Johannes 20, 11 (Jesus erscheint Maria aus Magdala):
Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte.>